Die Gesamtheit aller Begriffe

Seit nun etwas mehr als 16 Jahren gibt es die Wikipedia. Diese Website hat sich zu einer verlässlichen Quelle für Informationen etabliert. Fast jeder informiert sich mal eben schnell über Sachverhalte, die ihm nicht geläufig sind. Ich weiß nicht, was die Kuznet’s Kurve aussagt – kein Problem. Ich lese gerade einen alten Text und wundere mich, dass die Wörter eine leicht andere Orthografie aufweisen – dann lese ich etwas über das Mittelhochdeutsche. Vielleicht habe ich aber auch einfach gerade Zeit und möchte mich über die ISO informieren, in der beschrieben wird, wie und in welcher Form japanische Schriftzeichen ins lateinische transkribiert werden (ISO 3602). Zu fast allem, was man sucht, findet man einen Eintrag bei Wikipedia (auch wenn er manchmal nur ein paar Zeilen lang ist und nicht dem Anspruch genügt, den die Wikipedia an Artikel stellt).

Worauf ich jedoch hinaus möchte, ist, dass die Menge der (englischsprachigen) Artikel in der Wikipedia, ein halbwegs guter Indikator für die Anzahl der von der Menschheit benannten Gegenstände oder Sachverhalte ist. Da zu fast jedem Begriff ein Artikel besteht, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die Anzahl der Artikel eine Annäherung für die Menge aller Begriffe ist. Natürlich ist dies nur eine grobe Schätzung und um den Sicherheitsfaktor zu erhöhen, multipliziere ich die Zahl mit drei. Demnach kommt man auf eine Zahl von knapp 16,5 Mio. (Stand Mai 2017). Aller Wahrscheinlichkeit nach ist diese Zahl tatsächlich ein guter Indikator für die Gesamtheit aller Begriffe, die der Mensch nutzt, um die Welt um sich herum zu beschreiben. Wenn man eine noch konservativere Schätzung abgeben möchte, könnte man sagen, dass die Menge aller Begriffe vermutlich bei unter 100 Millionen liegt.
Es kommt mir jedoch nicht darauf an, eine genaue Zahl zu haben, denn aus der Größenordnung können bereits weitere Schlussfolgerungen abgeleitet werden. Zum einen scheint dies ein Größenordnung zu sein, mit der der Mensch umgehen kann. Zum anderen gibt uns das wiederum Aufschluss über die Speicherkapazität des Gehirns. Da diese Begriffe in unserem Gehirn abgespeichert werden, fungiert diese Zahl gleichzeitig als Indikator für die minimale Speicherkapazität des Gehirns.

Ich gebe zu, diese Herangehensweise entbehrt einer gewissen Wissenschaftlichen Rigidität, lehnt sich jedoch stark an die Argumentationsweise von Fermi, bzw. die Lösung eines Fermi-Problems an. Bei solchen Problemen muss eine Lösung oder Heuristik für ein schwer quantifizierbares Problem gefunden werden. Ihr wollt Genaueres wissen? Kein Problem, ich kenne da eine Seite, die euch da helfen kann.

 

 

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